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TV-Serien: Einleitung

Liebe Freunde der Filmgalerie!

Der Fernseher war in der Kindheit, wann auch immer diese bei Ihnen war, irgendwie ein Bestandteil der Familie oder zumindest des alltäglichen Lebens. So entsprachen TV-Serien (zumindest als diese noch zu festen Zeiten liefen), durch ihre regelmäßige Wiederkehr dem Ritualbedürfnis eines heranwachsenden Menschen und gaben zudem aufgrund ihrer Konzeption ein nachhaltigeres Gefühl für die Geschichten und Charaktere, als dies Filme jemals konnten.




Die Lieblingsserien meiner Kindheit waren Raumschiff Enterprise (Star Trek 1966-69), Tom & Jerry, Twilight Zone, Captain Future oder auch Die Straßen von San Francisco, und ja, ich gebe es zu, jeden Dienstag um 21.45 Uhr war es für mich in den 80ern ein Ritual, zusammen mit meiner Mutter Dallas zu schauen. Auch wenn meine Kindheit in den 70ern und frühen 80ern lag, erlebte ich noch das Gefühl, wenn eine neue Serie die Leute von der Straße holte und vor den Bildschirm bannte. Damals, als es noch keine nicht mehr zu überblickende Flut von Fernsehsendern gab, war eine Ausstrahlung noch ein Ereignis, das man nicht verpassen wollte. Fasziniert verfolgte man in den 80ern Serien wie Heimat, Robin Hood, Shogun, Allein gegen die Mafia oder staunte über V - Die Außerirdischen Besucher kommen.




Ich kann mich noch genau erinnern, wie die Damen unserer Familie keine Folge Dornenvögel oder Fackeln im Sturm verpassen durften, was mir dies damals natürlich ebenso unverständlich war, wie auch die Tatsache, dass meine Begeisterung für Ein Colt für alle Fälle und Magnum bei uns niemand teilen wollte.

Als dann ab 1985 die stilbildende Serie Miami Vice lief und viele die gerne wie Don Johnson sein wollten (kann man das heute noch verstehen?) und sich schnell bei C&A im neuen Look mit einem günstigen pastellfarbenen Anzug und sockenlosen Slippern bekleideten, erlebte man, wie eine TV-Serie die Menschen beeinflussen konnte, die Mode der 80er hat dies allerdings rückblickend nicht wirklich verbessert.

Mit dem Ende meiner Kindheit und der zunehmenden Flut der vielen Privatsender, beginnend mit SAT 1 und RTL gegen 1984-85, ließ die Qualität der Ausstrahlungen, wie auch mein Interesse für viele Jahre nach. Ich mochte weder der Lindenstraße (1986) noch "Alf" (1987) folgen. Aus heutiger Sicht war es vielleicht etwas übertrieben von mir, die Star Trek - The Next Generation (ab 1987) abzulehnen, aber ich war eben ein Kind der klassischen Serie und war hier dem neuen damals nicht aufgeschlossen.

Auf dem Weg in die 90er bleiben mir nur noch die unterschätze Crime Story (1986) sowie Die Simpsons (1989) zu nennen. Sicher schaute fast jeder mal bei der einen oder anderen Folge der schrecklich netten Familie (ab 1987) rein, aber so ganz mein Geschmack war es nicht. Mich wieder wie in meiner Kindheit zu einem festen Sendetermin vor den Fernseher zu ziehen vermochte erst wieder 1990 David Lynch mit seinem legendären Werk Twin Peaks...

Auch wenn es mir eingangs nicht so bewusst war, haben TV-Serien doch einige Spuren in der Erinnerung an vergangene Zeiten und Lebensabschnitte hinterlassen. Bei mir war es so, dass ich mich nach Twin Peaks mehr oder weniger von den TV-Serien abwendete. Dies änderte sich, nicht nur bei mir, erst wieder in den letzten Jahren, im so genannten "Jahrzehnt der Serien".

Die wachsende Beliebtheit, der (auch qualitative) Aufschwung von TV-Serien der letzten Dekade, hängt natürlich auch mit neuen Vertriebswegen wie der DVD zusammen. Wen die Privatsender mit ständigen Werbeunterbrechungen und noch häufigerem Wechsel der Sendeplätze vertrieben, kann eine handliche DVD-Box mit der kompletten Staffel seiner Lieblingsserie problemlos wieder versöhnen. Die wieder wachsende Beliebtheit und die damit einhergehende nahezu fast unüberschaubare Flut von wirklich hervorragenden TV-Serien, war der Anlass für das im August 2010 von Michael Leonards geschriebene Thema des Monats "Das Serien-Wunder".

Unter anderem die Resonanz auf diesen Artikel hat uns dazu bewogen, für dieses große Feld eine eigene Rubrik zu erstellen. Es ist geplant, in dieser Serien-Rubrik über verschiedene Themenkomplexe, Strömungen, die Historie, Serienmacher, die Vorläufer in der Seriengschichte, sowie auch über einzelne Serien zu schreiben. Es gibt sicher auch einige gute Serientipps, die sich für den einen oder anderen als genau richtig entpuppen werden.

Meine Mitarbeiter und Kollegen, sowie auch ich, werden im Laufe der Zeit eine Reihe von interessanten Artikeln zu dem Thema für die Kunden und Freunde der Filmgalerie zusammenstellen.

Neben den eben genannten Themen wird der eine oder andere hier vielleicht auch nur in Erinnerung schwelgen wollen, wenn er, wie auch ich, an die Helden seiner Kindheit zurückdenkt:




"Der Weltraum - unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2200. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise, das mit seiner 400 Mann starken Besatzung fünf Jahre lang unterwegs ist, um neue Welten zu erforschen, neues Leben und neue Zivilisationen. Viele Lichtjahre von der Erde entfernt, dringt die Enterprise in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat."

Ihr
Michael van Wijk (15.09.2010)


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